04.09.2026, 17:30 Uhr
Punk als Subkultur | Im Glas: Farmhouse-Cider
Irgendwo in England, 1977: Ein Junge sitzt mit einer zu großen, geliehenen Gitarre auf der Bettkante, daneben eine Flasche billiger Cider, vor sich ein zusammengetackertes Fanzine mit drei krakeligen Akkordgriffen und dem Satz "Und jetzt gründet eine Band". Heiko erzählt die Geschichte dahinter: Do-it-yourself als eigentlichen Kern des Punk, die Buzzcocks und ihre komplett in Eigenregie gepresste Spiral Scratch, Fanzines für ein paar Pfund aus dem Kopierer, ein politisch aufgeheiztes Großbritannien mit erstarkender National Front, das Bündnis von Punk mit Reggae und Ska bis hin zu Two-Tone, den hartnäckigen Irrtum über die Skinheads, den Anarcho-Punk von Crass im Dial House – und die Frauen, die sich einfach eine Gitarre nahmen und losschrien. Marcel war auf Farmhouse-Cider-Tour durch Somerset und bringt drei Flaschen mit: den Cider Bus von Burrow Hill, seit den Siebzigern der ... mehr